Lastkraftwagen rot auf der Autobahn (Foto: thomaslerchphoto/ fotolia.com)

IRU reagiert auf Grenzschließung

Die International Road Union (IRU) hat die französische Regierung dazu aufgefordert, die Grenzen für den Straßengüterverkehr offen zu halten.

Flaggen GB und Frankreich (© Oleksandr – stock.adobe.com)Am Sonntagabend haben mehrere EU-Mitgliedstaaten ihre Grenzen zu Großbritannien geschlossen oder die Einreise von Personen aus dem Vereinigten Königreich untersagt. Auch der Güterverkehr ist davon betroffen. Anlass für die Beschränkungen ist eine Mutation des Coronavirus, die sich aktuell vor allem in Großbritannien und Südafrika ausbreitet. Die Beschränkungen sollen zunächst für 48 Stunden gelten.

Lieferketten erhalten

Die neue Art des Coronavirus sei ernst und müsse beobachtet werden, erklärte die IRU. Dennoch sei es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, die das Virus und nicht die Lkw-Fahrer (m/w/d) zum Ziel haben. Die „Green Lanes“-Initiative der EU habe deutlich gemacht, dass der Fluss der Logistikketten entscheidend sei und geschützt werden müsse, so IRU-Generalsekretär Umberto de Pretto. Das derzeitige Handeln Frankreichs mache keinen Sinn und würde die Lage aufgrund des bevorstehenden Brexit-Übergangs in einer bereits ungewissen Zeit nur noch verschlimmern, fügte de Pretto hinzu.

IRU fordert Ausnahmen für den Güterverkehr

Um weitere Verwirrung zu vermeiden, müsse die französische Regierung Lkw, Lkw-Fahrer (m/w/d) und ihre Güter daher sofort von den Grenzbeschränkungen befreien. In der Zwischenzeit sei es wichtig, das Wohlergehen der Fahrer (m/w/d) zu priorisieren.  Aktuell müssen sie teilweise bis zu 24 Stunden auf beiden Grenzseiten warten. Deshalb müsse die Versorgung mit ausreichend Nahrung und Wasser ebenso sichergestellt sein wie medizinische Dienste und der Zugang zu sauberen sanitären Einrichtungen.

IRU Pressemitteilung (Englisch)

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